Dienstag, 4. September 2012

Haare

Seit ich mich erinnern kann, fand ich meine Haare doof und beneidete andere um ihre Lockenprachten oder Rapunzelmähnen. Als Kind hatte ich blonde Löckchen, aber dann wurde ich älter und die Engelslocken wichen einem schrecklichen Aschblond und zerzausten Wellen.


Das Verhältnis zu meinen Haaren war seit je gestört und eine Färbeodyssee jagte die nächste. Mit 12 oder 13 tönte mir meine Mutter zum ersten Mal die Haare und zwar rot. Zu allem Übel färbte ich mir später zwei Strähnen vorne hellblond. Ich sah aus wie Ginger Spice und fühlte mich unglaublich cool.
Ich habe mehrere haarschädigende Färbeprozeduren hinter mir und mich wundert, dass mir nicht schon jedes einzelne Haar ausgefallen ist. Mein guter Vorsatz fürs Jahr 2012 war, meine natürliche Haarfarbe rauswachsen zu lassen, um mal zu gucken wie die wohl aussieht (ich habe sie seit besagter Tönaktion vor 12 Jahren nicht mehr gesehen) und dachte "Naja, gesundes Haar kann ja auch nicht schaden". Gesagt, getan? Bereits im Februar griff ich das erste Mal zur Tube und bis heute habe ich mir seit dem mit Sicherheit schon 8 bis 10 Mal die Haare gefärbt.

Ich habe die lustigsten und die schrecklichsten Überraschungen erlebt, wenn man das Handtuch vom Kopf nimmt und sich mit der neuen Haarfarbe sieht. Grün, Orange, alles dabei! Dann wurde drüber gefärbt oder Ketchup in die Haare massiert, damit die rote Farbe die grüne neutralisiert.

Zur Zeit sind meine Haare dunkelrot/aubergine und unerschrocken wie ich bin, stand ich auch heute wieder bei Rossmann vor den Haarfarben und habe mir eine Packung mitgenommen. Mir juckt es in den Fingern, aber ich habe mir vorgenommen, mit dem Färben bis Donnerstagabend zu warten. Diesmal soll es richtig violett werden, aber wer weiß wie meine Haare in zwei/drei Wochen aussehen...

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